Touch me!

Hub, Hub, Hubschraubereinsatz! Nein, in dieser neuen Rubrik geht es nicht um Huub Stevens. Aber knurren kann Lars Kranenkamp a.k.a. Burning Bush (37) sicher auch. Unser neuer Kolumnist ist der spektakulärste (und einzige) FUMS-Deal des Sommers und verstärkt ab sofort die leicht angestaubte Abteilung Attacke. Wo der Hubschrauber im Einsatz ist, brennts. Wo der Hubschrauber im Einsatz ist, sollte man vielleicht nen Schritt zurücktreten. Wo der Hubschrauber im Einsatz ist, wird zu Höhenflügen angesetzt. Das alles künftig an dieser Stelle. Und Fussball ist natürlich auch dabei. Geil.


Aktuell werden wir in der Bundesliga Zeuge des seit langem unschönsten Rachefeldzuges eines Ungeliebten. Markus Gisdol schießt gegen Pep Guardiola. Dabei trifft es mit dem sympathischen Katalanen den Falschen. Der traurige Hass, der ihm entgegenschlägt, gebührt nicht ihm, sondern einem ganz anderen. Aber der Reihe nach – was war passiert?

„Ich berühre den Linienrichter nur kurz. Aber vielleicht hat er ja eine Anfassphobie.“

Ich dachte kurz, Markus Gisdol prangert den generell herrschenden Mangel an Erotik in der Bundesliga an. Wäre nachvollziehbar, fristet er doch seit Jahren ein Dasein beim Liebestöter der Liga – in Hoffenheim.

Nein, Herrn Gisdol geht es um die aus seiner Sicht ungerechte Behandlung, ja Zurückweisung durch Rafael Foltyn. Der Vorfall beim Heimspiel der Hoffenheimer gegen den BVB trägt tatsächlich „skandalöse“ Züge, blieb der durchaus sensible Annäherungsversuch des Trainers durch den 30-jährigen Mainzer Schiedsrichter-Assistenten dabei doch nicht nur unerwidert, nein – dieser petzte sogar beim Schiri und verwies den Coach auf die Tribüne. Ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der mal Gefühle für jemanden empfunden hat. Zwischenmenschlich radikal und eiskalt.

Was nun folgt, ist der anfangs besagte Rachefeldzug – ein Kreuzzug der Gefühle. Da Foltyn nach diesem Erlebnis für ihn nun auf jeder Ebene unerreichbar scheint, sucht Gisdol sich ein neues Opfer. In Pep Guardiola findet er den perfekten Kandidaten. Gutaussehend, gut gekleidet und vor allem: immer und überall Thema – sozusagen das Gegenteil vom 46-jährigen Gisdol.

Wer nur einmal Eifersucht verspürt hat, der weiß, was läuft. Enttäuschungs-Tiraden wie „Wenn Guardiola zehnmal den Schiedsrichter anfasst und den Linienrichter umarmt und die Bibiana Steinhaus in den Arm nimmt und ihr was ins Ohr flüstert, egal was, dann wird nicht reagiert“, muss der Nobeltrainerphilosoph aus München nun über sich ergehen lassen. Gut, vermutlich könnte Guardiola die Steinhaus tatsächlich unterm Arm aus dem Stadion tragen und die Menschen würden in Ehrfurcht applaudieren, klar. Ebenfalls ist es nicht komplett falsch, dass Guardiola in der Bundesliga mehr Schieds- u. Linienrichter angefasst hat, als Trainingskleidung, gut. Aber so ist er halt, der Pep – wenn er denn mal zu einem Spiel vorbeischaut, dann möchte er den Menschen nahe sein, das alles ganz genau spüren. Gigantischer Zug von ihm. Wo ist das Problem?

Herr Gisdol sollte seine persönliche, emotionale Gefühlswelt möglichst bald in den Griff bekommen. Schließlich hat man mit der TSG Hoffenheim vielleicht nicht das geilste Geschoss im Stall, aber man ist auch schon lange nicht mehr das schwärzeste aller Schafe. Es gibt viel zu tun und eines wird ihn sicher positiv stimmen: auch hier braucht es einen, der die Dinge anfasst. Und zwar aSAP!


Lars Kranenkamp
(wurde anscheinend auch schon länger nicht mehr angefasst, d.Red.)

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1 Reaktion

  1. Feuerlöscher sagt:

    Schwache Kolumne!
    Eigentliches Thema wird kaum erörtert, sondern nahezu nur für längst überholtes Hoffenheim-Bashing genutzt.
    Weder lustig noch lesenswert…