Bayerns neuer Sportdirektor – wer wirds?

Seit Uli Hoeneß 2009 den Manager-Stuhl gegen den Präsidenten-Thron getauscht hat, sind die Bayern trotz vieler sportlicher Erfolge auf einer Position nie so wirklich glücklich geworden – und zwar auf der des Chef-Aufpassers. Sammer verkörperte den Motzki zwar gewohnt gut, die ganz große Liebe aber war es nie. Nach einem Jahr ohne Manager scheint nun aber ein Kandidat gefunden. Innerhalb der nächsten sechs Wochen gibt es News. Doch wer wird’s?


Christian Nerlinger…erinnert sich noch jemand hier? Der direkte Hoeneß-Nachfolger sollte in die Fußstapfen von Big Foot treten, hatte aber nur die zierlichen Treter einer 12-jährigen im Ballett-Unterricht. Klar, dass es mit dem Vorstandsposten nichts wurde, zu mächtig war die Führung um Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, für Nerlinger blieb nur das Fernglas und der baldige Abgang.

Dann kam Matthias Sammer. Ok, bis heute weiß keiner so genau, was er den ganzen Tag gemacht hat. Er wirkte zwar nicht wie die 12-jährige Ballerina, dafür vielmehr wie der ekelige Chemie-Lehrer, der wirklich jeden noch so spannenden Versuchsaufbau und jede noch so gefährliche Explosion vor versammelter Mannschaft in Grund und Boden mahnte beziehungsweise motzte.  Gewann der FC Bayern 7:0, ließ in der 89. Minute aber eine Großchance ungenutzt, war Sammer zur Stelle.

Wie wichtig ist ein Sportdirektor beim FCB?
Sammer ging im Sommer 2016, seitdem ist der Sportdirektor-Posten verwaist. Spricht eigentlich nicht gerade dafür, dass der Job von allzu großer Wichtigkeit ist. Schließlich sind die Bayern in der Zwischenzeit nicht in der vierten Liga gelandet. Und irgendwie will den Job auch keiner mehr: Philipp Lahm? Abgelehnt. Oli Kahn? Nö. Max Eberl? Nein danke. Vielleicht liegt es am strengen Führungsduo Hoeneß/Rummenigge, dass viele Kandidaten den vakanten Posten als ziemlich undankbaren Kurzzeit-Job betrachten. Beschissener dran ist man eigentlich nur als Schalke-Trainer.

Fest steht: Der Neue muss das Bayern-Gen in sich tragen. Mia san mia-Mentalität. Um dem FCB ein wenig unter die Arme zu greifen, hätten wir eine kleine Shortlist mit möglichen Sammer-Nachfolgern. Vielleicht ist ja jemand dabei…?!

Shortlist: Wer wird der Neue?

  • Der Aggressive Leader: Mark von Bommel. Der Holländer wird in den Medien als Kandidat gehandelt. Mal heißt es, er habe Interesse, dann hat er angeblich aber bereits abgesagt. Sein großer Vorteil: Wenn Hoeneß mal wieder Stunk macht, könnte er einfach mit einer Blutgrätsche über den Konferenztisch schnell für klare Verhältnisse sorgen.

  • Der Erfahrene: Sean Spicer. Der knuffige PR-Manager ist jüngst als Pressesprecher von Donald Trump zurückgetreten. Niemand weiß besser als er, wie es ist, unter einem temperamentvollen, häufig wütenden und rotanlaufenden Chef zu arbeiten, der auch in Sachen Moral sehr flexibel ist.

  • Der ewige Gärtner: Lothar Matthäus. Das macht auf so vielen Ebenen Sinn, dass es unglaublich ist, dass er noch nicht im Gespräch ist. Hier fix drei Vorteile der Personalie: (1) Hoeneß träumt davon, dass allmählich die kontinuierliche Verjüngungskur beim Rekordmeister beginnt – für Lothar Matthäus, der einen ausgezeichneten Frauengeschmack mitbringt, kein Problem. (2) FC Bayern Internationale – Matthäus würde die Münchner mit seinem Sprachtalent hervorragend in Europa vertreten. (3) Wenn mal keine englische Woche ansteht, könnte sich Lothar on top liebevoll um den Rasen an der Säbener Straße kümmern.

  • Der Joker: Hasan Ismaik. Ebenfalls nicht diskutiert bisher – und doch vollkommen logisch. Die Löwen wollen den jordanischen Investor nicht mehr. Und der Legende nach wollte er ohnehin nie bei 1860 einsteigen sondern direkt beim FCB. Auch wenn es die Bayern nicht nötig hätten, genügend Kapital bringt Ismaik mit. Selbstbewusstsein? Check. Größenwahn? Check. Mia-san-Mia-Mentalität? Double-Check. Wer etwas gegen diesen Transfer hat, möge jetzt sprechen oder für immer schweigen. Niemand? Danke. Bitte.

Von Jasper Ruppert

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