WM 2022: Katar!strophal!

Die WM 2014 in Brasilien steht vor der Tür. Doch alle reden über die WM 2022 in Katar. Brütende Hitze, Sklaverei, Bestechung, Korruption. Nie zuvor hat ein sportliches Großereignis mehr Negativschlagzeilen hervorgerufen.

Fakt ist: die FIFA muss die WM neu vergeben.

Es wäre das einzig richtige Zeichen. Ein Zeichen gegen schmutziges Geld, machtgeile und schmierige Funktionäre. Ein Zeichen für den Fussball. Für die Fans.

Der Druck auf die FIFA ist groß. Und obwohl die Chancen für eine Neuvergabe in der öffentlichen Wahrnehmung steigen, bleibt festzuhalten: Der Fisch stinkt vom Kopfe her. Der Weltfussballverband ist gerade in der Führungsetage stark verseucht. Prominente Entscheidungen haben längst an Loyalität und Integrität verloren.

Präsident Joseph Blatter will ein Fussball-Pionier sein. Will seinem Sport neue Türen auf neuem Terrain öffnen. Komplette Infrastrukturen werden dafür aus dem Boden gestampft. Eigens Inseln im Meer aufgeschüttet. Wo heute noch das türkisblaue Meer glitzert, soll in acht Jahren ein Stadion stehen.

Blatter geht dafür über Leichen. Einheimische müssen ihre Lebensräume verlassen, Bauarbeiter finden menschenunwürdige Arbeitsbedingungen vor. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst unaufhörlich. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben. Doch das ist nicht in Sicht.

Die Fans sind machtlos. Sie könnten die WM in Katar boykottieren. Letztendlich aber werden sie pünktlich vorm Fernseher sitzen, wenn der Ball rollt. Und das völlig zu recht. Sie wollen sich schließlich nicht selbst bestrafen. Eine Neuvergabe der WM wäre immerhin ein Anfang.

Von Cord Sauer

Cord Sauer

"Jeder Tag, an dem Fußball gespielt wird, ist schön." (Stefan Effenberg)

Noch besser wird es hier...