Im Interview: Sven Schipplock

Mit seinen fünf Toren in der ersten DFB-Pokalrunde sorgte er für Aufsehen. Jetzt kämpft Sven Schipplock (25) bei der TSG 1899 Hoffenheim um einen Stammplatz. Der Angreifer, der 2011 vom VfB Stuttgart nach Sinsheim wechselte, ist längst angekommen in der Bundesliga – und will doch mehr. Ein Gespräch über Fussballgötter und andere übernatürliche Fähigkeiten.

EIN INTERVIEW VON CORD SAUER

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Sven Schipplock, wenn man Ihren Namen auf Facebook in die Suchmaschine jagt, werden zunächst zwei Treffer angezeigt. Einmal Ihr offizieller Facebookaccount – dann die Seite „Sven Schipplock Fussballgott“. Allerdings haben sich dort erst 300 Fans versammelt. Warum wissen bislang nur so wenige Menschen von Ihren herausragenden Fähigkeiten?
Vielleicht müsste ich einfach öfter mal einen Fünferpack einstreuen. Mehr kann man auch als Fußballgott nicht tun. Ansonsten müssen Sie da mal diesen Messi fragen…

Laut Facebook haben Sie dort erst seit wenigen Tagen einen offiziellen Account. Warum sind Sie in diesem Sozialen Netzwerk so spät dran? Schlechte Erfahrungen gemacht oder haben die Reaktionen auf Kießlings Phantomtor damals gegen Hoffenheim bereits im Vorfeld prägende Eindrücke hinterlassen?
Stefan Kießling hatte darauf sicher keinen Einfluss. Bin ich spät dran? Ich dachte, dieses Facebook sei das absolut Neueste (schmunzelt)

Wie groß ist die Angst vor wütenden Fans, einem Shitstorm oder anderen Anfeindungen?
Als Fussballgott muss man sich vor solchen Dingen nicht wirklich fürchten, oder? (lacht)

Auch wieder wahr. Fällt es Ihnen grundsätzlich eher schwer, mit fremden Leuten private Erlebnisse zu teilen – Stichwort Instagram? Oder gehört das heute einfach zum Leben eines Fussballprofis mit dazu?
Wir stehen als Fussballer ohnehin in der Öffentlichkeit, da gibt es schon auch private Phasen, in denen ich für mich sein möchte. Mit Freunden. Ohne Öffentlichkeit. Mit Instagram oder Facebook kann ich aber gut steuern, wann ich meine Fans an etwas teilhaben lassen will und wann ich das nicht möchte.

Zurück auf den Fussballplatz: Im Pokal gegen USC Paloma erzielten Sie einen Fünferpack. So eine Ausbeute können sonst nur Stürmer wie Kießling (schon wieder taucht der hier in Ihrem Interview auf, langsam kann das kein Zufall mehr sein) verbuchen – oder vielleicht ein Ailton in einem Benefizspiel. Ist Ihnen jemals zuvor ein Fünferpack gelungen?
Ja, das ist aber schon ein bisschen her und wie wir eben gemeinsam festgestellt haben, ist mir das wohl noch nicht oft genug gelungen…

Der Hamburger Stadionsprecher hat bei Ihrer Auswechslung in der 63. Minute gesagt: „Gut, dass er endlich draußen ist.“ Was wäre noch drin gewesen für Sie über die volle Distanz?
Keine Ahnung. Ich habe mich aber an diesem Tag im Abschluss ganz gut gefühlt. So viel kann ich verraten. Den Spruch habe ich bei der Auswechslung gehört. Der Herr hatte einen guten Humor.

Auf süddeutsche.de war zu lesen: „Fünf Tore gegen einen Amateurklub sind auch für einen Fussballprofi eine Rarität, vergleichbar vielleicht noch mit einem Meistertitel mit einem Verein, der nicht FC Bayern heißt.“ – Entspricht das ungefähr Ihrem Gefühl? Oder welche Wertigkeit besitzt ein solcher Auftritt bei Ihnen?
Es gibt keinen Grund zu übertreiben. Natürlich werde ich mir den Tag ein bisschen länger merken und später als Märchenonkel im Haus am See könnte ich diese Geschichte bestimmt das eine oder andere Mal erzählen.

Bitte vervollständigen...

Für meine Frisur brauche ich morgens ungefähr… nicht so lange.

Haarspray finde ich… ziemlich unnötig.

Freistoßspray finde ich… für meine Haare auch nicht brauchbar.

Mein aktueller Lieblingssong ist… „Atemlos“ von Helene Fischer. Ich bin lange davor weggerannt, wurde aber eingeholt.

Die TSG Hoffenheim ist für mich… ein einmaliger Verein, bei dem ich mich unheimlich wohl fühle.

Der FC Bayern ist für mich… hmmmmmmm…

Wenn Bayern mal anklopfen sollte, dann… was denken sie, wie viele Fünferpacks müsste ich vorher noch machen?

Total gern würde ich einmal zusammen spielen mit… Ronaldo. Dem brasilianischen Ronaldo. Dafür wurde ich aber ein bisschen spät geboren.

Der Spieler mit der höchsten Trefferquote bei uns im Training ist… wir spielen so schnell, dass wir keine Zeit zum Zählen haben.

Der größte Antifussballer bei uns im Team ist… Roberto Firmino. Das sieht man doch jeden Samstag. Dem verspringt die Pille ständig.

Wenn Dortmund mal anklopfen sollte, dann… würde ich mich fragen, was die an meiner Haustür wollen.

Das FUMS-Magazin… ist ganz witzig. Passt also ganz gut zu mir, oder?

(Fotos: Imago)

TOR zum 6 2 durch Sven Schipplock TSG 1899 Hoffenheim gegen Luiz Gustavo VfL Wolfsburg Torjubel Jub Sven Schipplock 1899 1899 Hoffenheim CFC Genua Sinsheim GER 09 08 2014 Testspiel Fussball B

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